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Pflanzen waren Jahrhunderte lang nahezu die einzigen Heilmittel und die ersten
Grundstoffe zur Herstellung von Arzneien.
Der Begriff Phytotherapie wurde vom französischen Arzt Henri Leclerc
begründet. Die heutige Definition lautet:
Phytotherapie ist die Heilung, Linderung und Vorbeugung von Krankheiten
bis hin zu Befindlichkeitsstörungen durch Arzneipflanzen, deren Teile
oder Bestandteile sowie deren Zubereitung.
Die pflanzlichen Arzneimittel werden überwiegend aus getrockneten
Pflanzenteilen aufbereitet und als Tinktur, Flüssig- oder
Trockenextrakten oder feste orale Arzneiformen ( Tabletten, Dragees,
Filmtabletten, Kapseln ) verarbeitet. Zur äusseren Anwendung werden
Cremes, Salben, Gele und Bäder hergestellt. Auch die Arzneitees werden
aus den getrockneten Teilen der Pflanze hergestellt und als Aufguss,
Kaltauszug oder Abkochung selbst zubereitet.
Heilpflanzen enthalten verschiedene Wirkstoffe die in Gruppen unterteilt werden:
| | Wirkung: |
| Alkaloide | Zentralnervensystem und autonomes Nervensystem |
| Glykoside | Herz, Durchblutung, hormonähnlich |
| Saponine | Lokal gewebereizend, auswurffördernd |
| Bitterstoffe | Appetitanregend, verdauungsfördernd |
| Gerbstoffe | Zusammenziehend, antibakteriell, entzündungshemmend, blutstillend, reizmildernd |
| Flavonoide | Schutzwirkung auf Kapillaren, krampflösend |
| Antranoide | Abführend |
| Cumarine | Gerinnungshemmend |
| Ätherische Öle | Entzündungshemmend, harntreibend, durchblutungsfördernd, blähungswidrig, bessert Abhusten |
| Schleimstoffe | Reizmildernd, entzündungshemmend |
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